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Dienstag, 8. Januar 2013

Kartoffelwickel ( Härdöpfuwicku )

Während unserer Krankheitswelle ist neben dem Leinsamenwickel auch der Kartoffelwickel sehr erfolgreich zum Einsatz gekommen. Ich war beim Hausarztnotfall, weil mir das Brennen auf der Brust, welches ich plötzlich nach meinen Hustenanfällen (manchmal bis zum Erbrechen) gespürt habe, grosse Angst gemacht hat. Dieser Arzt hat mir erklärt, es sei alles in Ordnung, einfach ein ausklingender viraler Infekt. Er hat mir Bexin Hustentropfen mitgegeben, damit ich vorm Schlafengehen etwas nehmen kann um diesen Hustenreiz zu unterdrücken und so wenigstens Schlafen kann. Eigentlich bin ich ja ein grosser Gegner von solchen Behandlungen aber nach fast 14 Tagen Erkrankung und einigen fast schlaflosen Nächten mit sehr kräftezehrenden Hustenanfällen wollte ich einfach nur noch schlafen.... Deshalb habe ich diese Tropfen auch genommen, gleich als ich wieder zu Hause war und noch einmal vorm Schlafengehen. Leider absolut erfolglos, den kaum war ich im Bett wurde ich erneut von einem hässlichen Hustenanfall geplagt, dass ich wieder aufstehen musste. Dann habe ich einige Kartoffel gekocht, damit ich mir einen Brustwickel machen konnte.
Das hat sich dann gelohnt, nach dem Härdöpfuwicku konnte ich endlich schlafen. Deshalb habe ich auch an den folgenden Tagen am Abend und dann noch einmal vorm Schlafengehen diese Anwendung gemacht und ich konnte einfach erholsam Schlafen.




 Ich koche 4-6 Kartoffeln (je nachGrösse) und dann lege ich sie in ein altes Baumwoll(geschirr)tuch und zerdrücke sie bis sie ganz weich sind und falte ich das Tuch so zusammen, dass ich ein geschlossenes Wickelpaket habe. Nach 8 bis 10 Minuten mache ich am Unterarm während 1 Minute den Test, ob ich ihn auflegen kann oder ob er immer noch zu heiss ist.







Wenn die Temperatur des Wickels nicht mehr zu heiss ist, lege ich das Packet auf die Brust und lege ein Kissen, welches mit Schafwolle gefüllt ist darüber um die Wärmeanwendung zu unterstützen.
Richtigerweise würde man den Wickel noch mit einem Zwischentuch und einem Aussentuch befestigen. Ich spare mir das, weil ich ja sowieso liege und den Wickel wegnehme, wenn er kalt ist.

Die Wirkung beruht auch hier auf der Anwendung der feuchten Wärme. Es ist ein dankbarer Wickel auch für Anfänger, denn er kann sehr vielseitig angewendet werden: Nackenverspannungen, Husten/Bronchitis, Blasenentzündung und er bleibt lange warm, so können auch ungeübte problemlos Wickeln. 
!!!!Es ist einfach zu beachten, dass der Wickel nicht zu früh aufgelegt wird, denn dann besteht Verbrennungsgefahr...!!!!

Auch sehr praktisch ist, dass eigentlich in jedem Haushalt Kartoffeln zu finden sind und deshalb dieses geniale Hausmittel jeder Zeit angewendet werden kann..


Ich wünsche allen einen guten (warmen) Tag, dass diese Wärmeanwendung gar nicht nötig ist.

Euer Kreativhäxli

Freitag, 4. Januar 2013

Leinsamenwickel - ein wahres Wundermittel

Uns hat es gleich nach Weihnachten so richtig ins Bett gelegt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in den letzen Jahren so krank war... Unglaublich unangenehm war neben dem hartnäckigen Husten (teilweise bis zum Erbrechen) vor allem die sehr schmerzhafte Stirn- und Kieferhöhlenverschleimung.

Bei Kunden in der Drogerie, die ich bei diesen Beschwerden berate, empfehle ich etwas schleimlösendes und idealerweise auch etwas das desinfiziert(zB als Inhalation) und natürlich viel Tee trinken, damit wirklich genug Flüssigkeit da ist, dass der Körper den Schleim auch loswerden kann.  Mein Tipp für diese Leute ist immer, dass sie sich mit Leinsamenwickel zusätzlich sofort Linderung verschaffen können.

Als ich wie Zahnschmerzen bekommen habe, habe ich meinen Energiemangel überwunden und die Leinsamen hervorgeholt...

ZUBEREITUNG

Ich nehme 1 Tasse ganze Leinsamen und koche sie mit knapp 2 Tassen Wasser zu einem festen Schleim. Dann mache ich die Kompressen mit Haushaltpapier, so spare ich mir mühsames Tücher auswaschen, wenn die Energie sowieso knapp ist...

 
Dann streiche ich den Leinsamenschleim fingerdick (wirklich nicht sparen, sonst kühlen die Kompressen noch schneller aus) aufs Haushaltpapier und klappe zuerst die schmale Seite ein und verschliesse es dann auf der breiten Seite.


Dann legt man die Kompressen, so warm wie möglich auf die Stirn- und/oder Kieferhöhlen auf. Am besten testet man die Temperatur während 1 Minute an der Innenseite des Unterarms, wirklich aufpassen, dass man sich nicht verbrennt. Ganz wichtig ist, dass man die Kompresse wirklich nur so lange drauf lässt, wie man sie als warm empfindet (4-5 Minuten), dann kann man die nächste Kompresse nehmen. Wenn man einen lieben Menschen zu Hause hat, kann man sich einfach eine neue Kompresse bestellen und sich so verwöhnen lassen. Wenn man alleine ist, kann man die Kompressen alle fertig machen und zwischen zwei Wärmflaschen oder auf dem umgedrehten Pfannendeckel, über dem Wasserbad, warmhalten.
Wir wechseln die Kompressen so 3-5 Mal ( nicht langer als 45min am Stück solche Wärmeanwendungen am Kopf anwenden).. Dann ist wichtig dass man viel trinkt und sich wirklich 1 bis 1,5 Stunden Ruhe gönnt.

Ganz wichtig ist auch, dass man dann keine kalte Luft oder Zugluft bekommt!

Die Wirkung war einmal mehr unglaublich: sofort beim Auflegen der ersten Kompresse hatte ich das Gefühl leichter atmen zu können und die Schmerzen haben sofort nachgelassen und sind dann ganz verschwunden.. Auch mein Mann ist begeistert: Gestern musste er wieder zur Arbeit und hat am Abend wieder über Schmerzen in den Kieferhöhlen geklagt und ganz beiläufig gefragt, ob wir noch Leinsamen haben..

Diese Anwendung kann mehrmals am Tag wiederholt werden.

Die Wirkung beruht auf die Anwendung der feuchten Wärme. Deshalb wirklich ganze Leinsamen verwenden, denn sie dienen als Wärmespeicher. Die milde Wärme, die so abgegeben wird, unterstützen die Entleerung der verschleimten Entzündung oder als Brustwickel bei Husten wirkt sie reizlindernd. Bei Husten bevorzuge ich den Kartoffelwickel.

Bei Kindern, ab ca 3 Jahre anzuwenden, wegen der heissen Anwendung.

Ich wünsche Ihr braucht keinen Leinsamenkompressen, wenn doch hoffe ich, dass Euch die Anleitung vielleicht motiviert es auszuprobieren-es lohnt sich!

Euer Kreativhäxli