Freitag, 4. Januar 2013

Leinsamenwickel - ein wahres Wundermittel

Uns hat es gleich nach Weihnachten so richtig ins Bett gelegt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in den letzen Jahren so krank war... Unglaublich unangenehm war neben dem hartnäckigen Husten (teilweise bis zum Erbrechen) vor allem die sehr schmerzhafte Stirn- und Kieferhöhlenverschleimung.

Bei Kunden in der Drogerie, die ich bei diesen Beschwerden berate, empfehle ich etwas schleimlösendes und idealerweise auch etwas das desinfiziert(zB als Inhalation) und natürlich viel Tee trinken, damit wirklich genug Flüssigkeit da ist, dass der Körper den Schleim auch loswerden kann.  Mein Tipp für diese Leute ist immer, dass sie sich mit Leinsamenwickel zusätzlich sofort Linderung verschaffen können.

Als ich wie Zahnschmerzen bekommen habe, habe ich meinen Energiemangel überwunden und die Leinsamen hervorgeholt...

ZUBEREITUNG

Ich nehme 1 Tasse ganze Leinsamen und koche sie mit knapp 2 Tassen Wasser zu einem festen Schleim. Dann mache ich die Kompressen mit Haushaltpapier, so spare ich mir mühsames Tücher auswaschen, wenn die Energie sowieso knapp ist...

 
Dann streiche ich den Leinsamenschleim fingerdick (wirklich nicht sparen, sonst kühlen die Kompressen noch schneller aus) aufs Haushaltpapier und klappe zuerst die schmale Seite ein und verschliesse es dann auf der breiten Seite.


Dann legt man die Kompressen, so warm wie möglich auf die Stirn- und/oder Kieferhöhlen auf. Am besten testet man die Temperatur während 1 Minute an der Innenseite des Unterarms, wirklich aufpassen, dass man sich nicht verbrennt. Ganz wichtig ist, dass man die Kompresse wirklich nur so lange drauf lässt, wie man sie als warm empfindet (4-5 Minuten), dann kann man die nächste Kompresse nehmen. Wenn man einen lieben Menschen zu Hause hat, kann man sich einfach eine neue Kompresse bestellen und sich so verwöhnen lassen. Wenn man alleine ist, kann man die Kompressen alle fertig machen und zwischen zwei Wärmflaschen oder auf dem umgedrehten Pfannendeckel, über dem Wasserbad, warmhalten.
Wir wechseln die Kompressen so 3-5 Mal ( nicht langer als 45min am Stück solche Wärmeanwendungen am Kopf anwenden).. Dann ist wichtig dass man viel trinkt und sich wirklich 1 bis 1,5 Stunden Ruhe gönnt.

Ganz wichtig ist auch, dass man dann keine kalte Luft oder Zugluft bekommt!

Die Wirkung war einmal mehr unglaublich: sofort beim Auflegen der ersten Kompresse hatte ich das Gefühl leichter atmen zu können und die Schmerzen haben sofort nachgelassen und sind dann ganz verschwunden.. Auch mein Mann ist begeistert: Gestern musste er wieder zur Arbeit und hat am Abend wieder über Schmerzen in den Kieferhöhlen geklagt und ganz beiläufig gefragt, ob wir noch Leinsamen haben..

Diese Anwendung kann mehrmals am Tag wiederholt werden.

Die Wirkung beruht auf die Anwendung der feuchten Wärme. Deshalb wirklich ganze Leinsamen verwenden, denn sie dienen als Wärmespeicher. Die milde Wärme, die so abgegeben wird, unterstützen die Entleerung der verschleimten Entzündung oder als Brustwickel bei Husten wirkt sie reizlindernd. Bei Husten bevorzuge ich den Kartoffelwickel.

Bei Kindern, ab ca 3 Jahre anzuwenden, wegen der heissen Anwendung.

Ich wünsche Ihr braucht keinen Leinsamenkompressen, wenn doch hoffe ich, dass Euch die Anleitung vielleicht motiviert es auszuprobieren-es lohnt sich!

Euer Kreativhäxli

1 Kommentar:

  1. Merci für den Tipp! Wir haben die Krankheitswelle zwar gerade überwunden, aber Leinsamen werde ich einkaufen. Die Wickel hätten mir sicher auch geholfen.
    E liebe Gruess

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